Was soll ich sagen? Auf der einen Seite bin ich heilfroh, dass ich die Verantwortung (und den damit verbundenen Stress) los bin – auf der anderen fehlt mir der Teamleiter-Job. Nicht das teamleitende, aber das organisatorische dahinter und drum herum. Tabellen, Statistiken und Planungen – das habe ich immer gerne gemacht und würde es auch gerne weiter machen – aber da das nun mal direkt mit dem teamleitenden (also dem personellen) zusammenhängt ist das wohl passé. Wenn ich vom Typ her anders wäre als ich bin (und oft genug hätte ich das schon gerne so gehabt) würde mir der Umgang mit den Leuten (aus der Chefposition) besser liegen und ich könnte mich auch besser durchsetzen und auch mal “auf den Tisch hauen”. Da ich das aber nicht bin (ich halte es da (wie ich ihn einschätze) wie mein Chef – und auch G. Schröder: Politik der ruhigen Hand; also nicht gleich alles so heiß essen wie es gekocht wird und auch so Manches einfach mal (versuchen zu) aussitzen) kam ich mittlerweile nicht mehr klar – die Leute tanzten mir allzu oft “auf der Nase” herum und ich konnte nicht ausreichend dagegenhalten. Ich bin einfach nicht der Typ, der die Konfrontation sucht – oder damit klar kommt. In solchen Situationen ziehe ich mich allzu oft in mich zurück, schlucke das Meiste hinunter und mache gute Miene zum bösen Spiel. Da sich das aber dann doch immer stärker auch körperlich niedergeschlagen hat habe ich mich dazu entschieden (und da bin ich meiner “Chef-Chefin” heute noch sehr dankbar) mal eine zeitlang als “normaler” Agent zu arbeiten – und das hat sehr gut funktioniert, daher mache ich das jetzt weiter und habe den Teamleiter abgegeben. Der damit verbundene Teamwechsel war zwar nicht meine Idee – aber dei Vorteile scheinen doch vorhanden zu sein (und evtl. Nachteile konnten so im Vorfeld bereits vermieden werden). Ich also wieder da wo ich angefangen habe: an der Line (und genauso glücklich wie zu Beginn).
Okt9